Kurze Antwort: Ja. Der Fliegenpilz ist ein Giftpilz, ebenso der Pantherpilz und der Königsfliegenpilz. Hier die Fakten.

Die Inhaltsstoffe

Die wichtigsten Wirkstoffe von Amanita muscaria sind Ibotensäure und Muscimol. Beide wirken auf das zentrale Nervensystem. Ihr Gehalt schwankt stark zwischen Pilzen, Regionen, Jahreszeiten und sogar Teilen desselben Hutes — ein Grund, warum Vergiftungen unberechenbar sind. Muscarin enthält der Fliegenpilz trotz seines Namens nur in Spuren.

Wie sich eine Vergiftung zeigt

Die Symptome beginnen meist nach 30 Minuten bis 3 Stunden: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Verwirrtheit, Unruhe, Schläfrigkeit und Koordinationsstörungen. Schwere Fälle müssen im Krankenhaus behandelt werden. Todesfälle sind selten, wurden aber beschrieben — vor allem beim Pantherpilz, der meist mehr dieser Stoffe enthält.

Was im Notfall zu tun ist

Hat jemand einen Wildpilz gegessen und fühlt sich unwohl, sofort den Notruf 112 oder den Giftnotruf verständigen. Wenn möglich, einen Rest des Pilzes zur Bestimmung aufbewahren.

Warum wir ihn trotzdem verkaufen

Wie viele Giftpflanzen hat Amanita eine lange Geschichte in Kultur, Brauchtum und Dekoration. Wir verkaufen getrocknete Amanita ausschließlich als botanisches Sammelobjekt zur Dekoration und zum Studium — mit klarer Artkennzeichnung, ohne Anwendungs- oder Dosierungsangaben und mit deutlichem Warnhinweis.

Getrocknete Pilze außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren.