Kein anderer Pilz ist so sofort erkennbar wie der rot-weiße Fliegenpilz. Er erscheint in Märchenbüchern, als Glücksbringer zu Silvester, als Christbaumschmuck und Gartenfigur.

Der Name

Der deutsche Name Fliegenpilz und das lateinische muscaria (von musca, Fliege) verweisen auf einen alten Brauch: Stücke des Pilzes wurden in eine Schale Milch gelegt, um Fliegen anzulocken und zu betäuben.

Sibirien und der Norden

Ethnografen des 18. und 19. Jahrhunderts beschrieben den Fliegenpilz in den Traditionen mehrerer Völker Sibiriens und des russischen Fernen Ostens, oft im Zusammenhang mit Schamanen und mit Rentieren, die den Pilz bekanntlich suchen.

Glückspilz

Im deutschsprachigen Raum gilt der Fliegenpilz als Glückssymbol und gehört neben Schornsteinfeger und Kleeblatt zu den klassischen Silvester- und Weihnachtsmotiven.

Märchen und Illustration

Illustratoren machten den roten Hut mit weißen Punkten zum Inbegriff des Märchenpilzes von Zwergen und Wichteln.

Schön, aber giftig

Trotz seines freundlichen Bildes ist der Fliegenpilz giftig und darf nie gegessen werden.

Zu unserem wilden baltischen Fliegenpilz — als botanisches Sammelobjekt.